Allianz Würzburger Norden e.V.

Alle Infos zur interkommunalen Zusammenarbeit von Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld

Projekt Zukunftsfähige Mittelschule

Projekt Region 3.2.1

Zukunftsfähiges Schulnetz (Projektbogen)

Stand der Umsetzung

Mit der Arbeit an diesem Projekt wurde bereits während der Konzeptphase des ILEK begonnen und Zahlen und Informationen zusammen gestellt.

Darauf aufbauend wurde in der Steuerungsgruppe mit Unterstützung des Schulamtes und der Regierung von Unterfranken eine Entscheidungsmatrix entwickelt, anhand derer die drei Mittelschulstandorte Estenfeld, Unterpleichfeld und Rimpar untersucht wurden. Diese Entscheidungsmatrix enthält über 50 Indikatoren.

Ein Architekturbüro hat alle drei bestehenden Schulgebäude eingehend untersucht und beurteilt und die Matrix durch Kostenschätzungen ergänzt.

Am 7. Dezember 2016 fand eine Veranstaltung mit allen Bürgermeistern und Fraktionsvorsitzenden aller Gemeinderäte statt, bei der die Ergebnisse der Arbeit der Architekten und die Entscheidungsmatrix vorgestellt wurden.

Von den Anwesenden wurde daraufhin folgendes verabschiedet:

– „Wir bekennen uns zu der Schulform Mittelschule.
– Wir brauchen und wollen auch in Zukunft eine Mittelschule im Würzburger Norden. Das geht nur, wenn wir einen gemeinsamen Standort haben, denn keine Schule ist aufgrund der Schülerzahlen, die eher weniger als mehr werden, alleine überlebensfähig.
– Untersuchungen eines renommierten Architekturbüros und die Zusammenstellung einer Entscheidungsmatrix von 54 Kriterien aus den Bereichen Rahmenbedingungen, Standort, Schulinfrastruktur, bauliche Situation, weiche Standortfaktoren und Kosten haben ergeben, dass die meisten Fakten für den Standort Unterpleichfeld sprechen.“

Am 25. April 2017 fand ein Workshop mit den drei Schulleitern sowie je einem Vertreter des Schulamtes und der Regierung von Unterfranken statt. Thema war, die Chancen und Risiken verschiedener Szenarien für die Mittelschule der Region rein aus pädagogischer Sicht zu diskutieren. Vier der fünf Pädagogen sprachen sich für einen gemeinsamen Schulstandort aus. Einer plädierte für eine Lösung mit zwei Standorten.

Die Gemeinderäte von Bergtheim, Estenfeld, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim und Unterpleichfeld haben nun Beschlüsse für einen gemeinsamen Mittelschulstandort in Unterpleichfeld gefasst. Eisenheim und Güntersleben haben sich zu diesem Thema nicht geäussert, da die Eisenheimer Schüler in die Mittelschule nach Volkach gehen und die von Güntersleben nach Veitshöchheim.

Weitergehende Infos

Standortuntersuchung Stand Januar 2017

Aktuell

Über die Sitzung des Gemeinderates vom 29. Mai ist in der Mainpost am 2. Juni der Artikel Rimpar will Mittelschule behalten erschienen.

Daraufhin hat der Konrad Schlier als Sprecher der ILE eine Stellungnahme bei der Mainpost abgegeben, die als Artikel Warnung vor Spaltung des Schulverbunds am 7. Juni erschien.

Hier der Wortlaut der Stellungnahme:

„Zum oben genannten Artikel möchte ich als Sprecher der ILE Arbeitsgemeinschaft „Würzburger Norden“ auch im Namen der weiteren beteiligten Gemeinden folgendes zur Klarstellung äußern:

  1. Die ILE AG beschäftigt sich seit Januar 2016 mit dem Thema „Zentraler Schulstandort für den Würzburger Norden“. Bei einer extra zu diesem Thema einberufenen Sitzung Mitte 2016  waren die Lenkungsgruppe der ILE (alle Bürgermeister der beteiligten Gemeinden und Herr Waldmann vom ALE), Herr Brenner von der Regierung von Unterfranken und Herr Pfeuffer als Leiter des Staatlichen Schulamtes mit zugegen und haben die Idee der Gründung eines zentralen Schulstandortes ausdrücklich begrüßt. Dass dieses Thema „ein gemeinsamer Zukunftsfähiger Schulstandort“ oftmals kommuniziert wurde, ist auch in vielen Artikeln der Mainpost nachzulesen. Von Anfang an war Rimpar mit Bürgermeister Losert in die Überlegungen und Planungen einbezogen und er hat auch bis zur Standortanalyse, bei der Unterpleichfeld als bester Standort genannt wurde, nie Einwendungen oder einen Widerspruch gegen das Vorgehen erhoben. Wer, wie und wann von den Kolleginnen- und Kollegenbürgermeister eingebunden wird (z.B. Gemeinderat) entscheidet der jeweilige Bürgermeister. Das ILE-Konzept der Allianz Würzburger Norden wurde aber von allen Gemeinderäten beschlossen und auch darin war frühzeitig „ein zukunftsfähiger und gut aufgestellter Schulstandort“ definiert.
  2. Das Ergebnis dieser Standortuntersuchung, die zum Einen vom Architekten Bernhard Schubert für die bauliche Situation und zum Anderen durch das Büro Lilienbecker über die strukturellen Fakten durchgeführt wurde, wurde in einer großen Informationsveranstaltung, zu der alle Fraktionen der ILE-Mitgliedsgemeinden am 07.12.2016 in das Walderlebniszentrum eingeladen wurden, vorgestellt. Hierbei wurde schon deutlich, dass sich Unterpleichfeld als der bester Standort herausstellte. An dieser Veranstaltung nahmen ebenso mind. 1 Vertreter von jeder Fraktion des Marktgemeinderates von Rimpar teil. Es trifft demnach nicht zu , wie im Artikel dargestellt, dass keine Informationen gegeben waren. Bei dieser Veranstaltung wurden Fragen beantwortet und jeder Gemeinderat hatte die Möglichkeit, die objektive Matrix zu ergänzen bzw. Daten belegt und erläutert zu bekommen. Auch an die Diskussion zum Thema Schulschwimmbad im Norden muss erinnert werden, denn auch dabei wurde das Thema diskutiert.
  3. Um das Thema „Pädagogik“ nochmals kritisch zu hinterfragen fand im April 2017 ein Treffen der drei Schulleiter sowie Herrn Pfeuffer vom Schulamt und Herrn Brenner von der Reg. von Unterfranken unter der Moderation der Familie Lilienbecker statt. Hier wurde über die pädagogischen Vor- und Nachteile von einem oder zwei Standorten diskutiert und die Fakten darüber zusammengetragen, da mittlerweile vom Markt Rimpar die Version „zwei Schulstandorte“ aufgeworfen wurde. Hier waren sich bis auf Herrn Rektor Schlereth alle Beteiligten einig, dass die zentrale Standortlösung die beste ist. Die Lösung mit zwei Standorten kam auch erst in die Diskussion, als Rimpar nicht die erste Wahl für den künftigen Schulstandort war. Ich frage mich, ob diese Diskussion von Rimparer Seite auch geführt würde, wenn Rimpar als zentraler Schulstandort vorgeschlagen worden wäre, um dann zusätzlich den Schulstandort Unterpleichfeld zu erhalten.
  4. Zum Thema Verkauf der Schule Rimpar ist anzuführen, dass von Seiten der Allianz eine Lösung für die Nachnutzung des Rimparer Schulgebäudes gesucht wurde und eine Anmietung oder ein Ankauf für den Landkreis Würzburg evtl. ein Lösungsweg wäre. Da für die Förderschulen des Landkreises ein hoher Sanierungsbedarf besteht, wurde eine Verlegung des Standortes Veitshöchheim nach Rimpar als Variante andiskutiert. Diese Lösung könnte für den Landkreis sowie den Markt Rimpar eine Win-win-Si­tu­a­ti­on ergeben. Entscheidungsbefugnis hat hier logischerweise der Kreistag!
  5. Keinesfalls ist Rimpar wie angesprochen ein Dukatenesel für den Schulverbund, sondern würde die Lösung mit einem Standort auf Dauer neben den Chancen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften und Eltern auch die wirtschaftlichste Variante im laufenden Betrieb sein (nur ein Sachaufwand für Gebäude, nur ein Hausmeister, keine Schülertransporte während des Unterrichts vom einen zum anderen Schulstandort etc.).
  6. Zu den Kosten für die Schülerbeförderung ist zu sagen, dass die Kosten bei einer „zwei Standorte“ Lösung erheblich höher wären und bei der Lösung Rimpar ebenfalls höher wären, als bei der Lösung Unterpleichfeld. Hier werden falsche Zahlen in den Raum gestellt. Welche Ermittlung „angeblich“ falsch sein soll müsste belegt und hinterfragt werden.
  7. Als Letztes ist anzumerken, dass die Schule Rimpar allein keine Mittelschule bliebe. Für eine Mittelschule ist es Voraussetzung, alle Klassen anzubieten, d.h. Regelklasse und M-Klassen sowie alle Wahlpflichtfächer (Wirtschaft, Soziales, Technik). Dies wäre aufgrund der Schülerzahlen von Rimpar allein nicht möglich.
  8. Anzumerken ist auch, dass ALLE drei Schulen eine hervorragende Arbeit in allen Bereichen auch außerschulisch leisten.
  9. Anzumerken ist auch, dass viele Gemeinden (Kürnach, Prosselsheim mit Ortsteilen, Hausen mit Ortsteilen, Bergtheim mit Ortsteilen, Oberpleichfeld) bisher keine Mittelschule haben und diese Diskussionen auch den Standpunkt des Verlustes der Identität für völlig verfehlt erachten.

Die ILE-Allianz „Würzbuger Norden“ bedauert diese Entwicklung ungemein, da eine Spaltung der Mittelschule für alle einen Verlust darstellt. Die verbliebenen Gemeinden des Schulverbundes sind aber entschlossen, einen zentralen Schulstandort zu errichten und hoffen immer noch auf eine Verständigung.

Die Türe steht der Marktgemeinde Rimpar auch weiterhin offen.

Gemeinsam wird an der zukunftsfähigen Mittelschule gearbeitet und die gibt es eben nur gemeinsam für Eltern, Schüler, Lehrkräfte und Politik.
Mit freundlichen Grüßen

Konrad Schlier
1. Bürgermeister
Gemeinde Bergtheim“