Allianz Würzburger Norden e.V.

Alle Infos zur interkommunalen Zusammenarbeit von Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld


Kooperationskonzept für die Bauhöfe gestartet – Würzburger Norden erhält neue Förderbescheide für die weitere Zusammenarbeit

Gleich zwei Förderbescheide in Höhe von 71.400 Euro und von 35.700 Euro haben die zehn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Würzburger Norden am 24. April vom Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken erhalten. Neben der Fortsetzung der Umsetzungsbegleitung kann nun mit der Arbeit an einem Kooperationskonzept speziell für die Bauhöfe begonnen werden. Letzteres wird gefördert, „da wir damit die interkommunale Zusammenarbeit stärken und die Kommunen durch Kosteneinsparungen entlasten wollen“, erläuterte Baudirektor Otto Waldmann bei der offiziellen Übergabe der Förderbescheide vor dem Rathaus in Güntersleben.

Ziel des Bauhofkonzeptes ist es, zunächst eine Basisanalyse pro Bauhof vorzunehmen und dann Vorschläge für die Optimierung und die zukünftige Zusammenarbeit der Bauhöfe zu machen. Mit der Erarbeitung ist die Betriebswirtin und Erziehungswissenschaftlerin Christel Haupt von der Kommunalberatungsfirma Heyder & Partner mit Hauptsitz in Tübingen beauftragt, die bereits mehr als 120 Bauhöfe bundesweit untersucht hat. Die kommenden Wochen will die Expertin nutzen, um Daten und Fakten aller zehn Bauhöfe auszuwerten sowie persönliche Gespräche mit den Bauhofleitern und Mitarbeitern der Verwaltung zu führen. Ein Zwischenstand der Ergebnisse soll im Herbst diesen Jahres vorliegen.

„Insbesondere für die kleineren Bauhöfe mit nur wenigen Mitarbeitern ist es heutzutage schwer, die Aufgaben und Anforderungen zu bewältigen“, machten die Gemeindechefs deutlich und Bürgermeister Andreas Hoßmann aus Eisenheim verwies in diesem Zusammenhang auf den Fachkräftemangel, der auch bei den Kommunen bereits deutlich zu spüren ist: „Meine größte Sorge ist, dass ich in Zukunft kein Fachpersonal für die Wasserversorgung habe.“ Für die kleineren Gemeinden könnte daher eine gemeinsame Aufgabenerledigung als zukünftiger Lösungsansatz in Frage kommen oder eventuell sogar ein gemeinsamer Bauhof Sinn machen, wurde zum Hintergrund des Kooperationskonzeptes ausgeführt.

Für die größeren Gemeinden wie etwa Estenfeld spielt auch eine Analyse der Fremdvergaben eine Rolle, um bestimmte Aufgaben eventuell kostengünstiger selbst erledigen zu können oder die vorhandenen Maschinen und Mitarbeiter noch gezielter einzusetzen, erklärte Bürgermeisterin Rosi Schraud. Der Bürgermeister von Rimpar, Burkard Losert, sieht Ansätze zur Optimierung in der Organisationsstruktur und dass sich die Betriebsabläufe im Organigramm entsprechend widerspiegeln müssen. Für Konrad Schlier aus Bergtheim hingegen ist an der Analyse auch wichtig, „gegenüber dem Gemeinderat dokumentieren zu können, dass unser Bauhof bereits viele Arbeiten macht und ausgelastet ist.“