Allianz Würzburger Norden e.V.

Alle Infos zur interkommunalen Zusammenarbeit von Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld


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Traktor Konnis Tour gestartet – Den Würzburger Norden mit dem Handy erkunden

Zwei Dinge braucht man jetzt im Würzburger Norden: Ein Handy und die neue Traktor-Konni-App. An 96 Stationen können damit Videos, Hörbeiträge, 360-Grad-Touren oder Bildergalerien erlebt werden. Die Mehr-als-Kraut-und-Rüben-Tour ist am 16. Oktober im Weingut Schmitt in Bergtheim offiziell gestartet worden. Und zwar als Traktor Konnis Tour, benannt nach dem Maskottchen der Region.

„Hier ist etwas wirklich Neues und Einmaliges geschaffen worden“, lobte Landrat Eberhard Nuß vor allem die Frauen und Männer, die sich hinter den Videos und Audios verbergen. „Denn bei der Produktion haben wir auf die Menschen vor Ort gesetzt“, erläuterte die Ideengeberin Ulrike Lilienbecker das Projekt. „Sie erzählen von den Besonderheiten in ihrem Dorf, von Traditionen oder kulturellen Schätzen.“ Wichtig ist ihr auch, bestimmte Dinge wie zum Beispiel den Bau einer Autobahnbrücke als Zeitdokument festzuhalten.

In den Beiträgen aus dem Themenbereich Heimat & Dorfleben geht es in Konnis Tour um früher. Wie Hausschlachtungen waren. Was bei der Schlacht von Bergtheim passiert ist. Oder wie die Trachten aussehen. Im Bereich Kraut & Rüben werden Themen wie Quitten, Rosen, Zuckerrüben, Biogasanlage oder der Gurkenflieger behandelt. Stationen sind auch eine Dorflinde, Fledermäuse, Feldhamster, Wiesenweihe oder Naturgärten im Bereich Mensch & Natur. Dazu kommen Beiträge aus Hier & Heute und Spaziergänge wie der Silvaner-Erlebnisweg in Obereisenheim oder der Geschichtsweg in Güntersleben. Man kann die Stationen nach diesen Bereichen oder nach den Gemeinden auswählen, die Landkarte zur Hilfe nehmen und seinen Standort bestimmen.
100.000 Euro hat die Allianz Würzburger Norden in die Traktor-Konni-Tour gesteckt. Von der LEADER-Aktionsgruppe Wein-Wald-Wasser gab es einen Zuschuss in Höhe von 42 000 Euro.

Die App ist für iOS und Android verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden. Hat man die App geladen, sucht man sich die Stationen aus, die man besuchen möchte und lädt die Inhalte herunter. Das macht man am besten da wo man WLAN hat, aber es geht auch überall da, wo es einen Handyempfang gibt. Dann sucht man anhand der Karte die Station, also den Ort des Geschehens und scannt den Code ein.
Mehr Infos unter https://www.konnis-tour.de


Kooperationskonzept für die Bauhöfe gestartet – Würzburger Norden erhält neue Förderbescheide für die weitere Zusammenarbeit

Gleich zwei Förderbescheide in Höhe von 71.400 Euro und von 35.700 Euro haben die zehn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Würzburger Norden am 24. April vom Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken erhalten. Neben der Fortsetzung der Umsetzungsbegleitung kann nun mit der Arbeit an einem Kooperationskonzept speziell für die Bauhöfe begonnen werden. Letzteres wird gefördert, „da wir damit die interkommunale Zusammenarbeit stärken und die Kommunen durch Kosteneinsparungen entlasten wollen“, erläuterte Baudirektor Otto Waldmann bei der offiziellen Übergabe der Förderbescheide vor dem Rathaus in Güntersleben.

Ziel des Bauhofkonzeptes ist es, zunächst eine Basisanalyse pro Bauhof vorzunehmen und dann Vorschläge für die Optimierung und die zukünftige Zusammenarbeit der Bauhöfe zu machen. Mit der Erarbeitung ist die Betriebswirtin und Erziehungswissenschaftlerin Christel Haupt von der Kommunalberatungsfirma Heyder & Partner mit Hauptsitz in Tübingen beauftragt, die bereits mehr als 120 Bauhöfe bundesweit untersucht hat. Die kommenden Wochen will die Expertin nutzen, um Daten und Fakten aller zehn Bauhöfe auszuwerten sowie persönliche Gespräche mit den Bauhofleitern und Mitarbeitern der Verwaltung zu führen. Ein Zwischenstand der Ergebnisse soll im Herbst diesen Jahres vorliegen.

„Insbesondere für die kleineren Bauhöfe mit nur wenigen Mitarbeitern ist es heutzutage schwer, die Aufgaben und Anforderungen zu bewältigen“, machten die Gemeindechefs deutlich und Bürgermeister Andreas Hoßmann aus Eisenheim verwies in diesem Zusammenhang auf den Fachkräftemangel, der auch bei den Kommunen bereits deutlich zu spüren ist: „Meine größte Sorge ist, dass ich in Zukunft kein Fachpersonal für die Wasserversorgung habe.“ Für die kleineren Gemeinden könnte daher eine gemeinsame Aufgabenerledigung als zukünftiger Lösungsansatz in Frage kommen oder eventuell sogar ein gemeinsamer Bauhof Sinn machen, wurde zum Hintergrund des Kooperationskonzeptes ausgeführt.

Für die größeren Gemeinden wie etwa Estenfeld spielt auch eine Analyse der Fremdvergaben eine Rolle, um bestimmte Aufgaben eventuell kostengünstiger selbst erledigen zu können oder die vorhandenen Maschinen und Mitarbeiter noch gezielter einzusetzen, erklärte Bürgermeisterin Rosi Schraud. Der Bürgermeister von Rimpar, Burkard Losert, sieht Ansätze zur Optimierung in der Organisationsstruktur und dass sich die Betriebsabläufe im Organigramm entsprechend widerspiegeln müssen. Für Konrad Schlier aus Bergtheim hingegen ist an der Analyse auch wichtig, „gegenüber dem Gemeinderat dokumentieren zu können, dass unser Bauhof bereits viele Arbeiten macht und ausgelastet ist.“


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Würzburger Norden informiert sich bei Bauhofgemeinschaft in der Rhön

Aktuell hat sich der Würzburger Norden das Thema Kooperation der Bauhöfe vorgenommen. Wichtige Hinweise erhielten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dazu am 30. Januar in Hohenroth bei Bad Neustadt an der Saale, wo 2018 der neue Bauhof des Zweckverbandes „Bauhofgemeinschaft Brend-Saale“ entstanden ist.

Ausführlich informierte der Hohenrother Bürgermeister Georg Straub über das Gemeinschaftsprojekt der vier Gemeinden von Hohenroth, Rödelmaier, Salz und Schönau an der Brend. Die Idee, die einzelnen Bauhöfe zusammenzulegen, war dort bereits nach der Kommunalwahl 2008 entstanden, weil man eigenständig bleiben und erste Ansätze der Zusammenarbeit innerhalb der NES-Allianz etwa beim Streusalz oder beim gemeinsamen Wassermeister ausbauen wollte. Mit Hilfe eines externen Beraters wurden zunächst eine Bestandsaufnahme und Workshops mit den Mitarbeitern durchgeführt, um Ängste und Befindlichkeiten abzubauen. 2011/12 wurde die Zusammenlegung dann Stück für Stück umgesetzt, wobei die eingebrachten Maschinen bewertet wurden.

Entgegen der ursprünglichen Annahme ist der Mitarbeiterstamm aber nicht weniger geworden, sondern mittlerweile auf 21 Personen plus Bauhofleiter und Bürokraft angewachsen, auch weil die zu erledigenden Aufgaben heutzutage größer geworden sind, führte Herr Straub aus und nannte als Beispiele die Erschießung eines kleinen Baugebietes oder die Elektrik in einem Fahrstuhl. Den Vorteil einer größeren Mannschaft gegenüber einem kleinem Bauhof mit ein bis zwei Mitarbeitern sieht er vor allem darin, dass unterschiedliche Aufgaben fachgerecht ausgeführt werden können und genügend Kapazitäten auch für dringende Fälle vorhanden sind: „Der Schlosser muss bei uns nicht mehr den Rasen mähen“, hob er hervor. Die Verrechnung mit den Gemeinden erfolgt jeweils nach Stundensätzen pro eingesetztem Mitarbeiter und Maschine.


Einladung Mitgliederversammlung am 28. November 2018

Wir möchten Sie im Auftrag von Herrn Bürgermeister Konrad Schlier, 1. Vorsitzender des Vereins „Allianz Würzburger Norden e.V.“ sehr herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung einladen.

Sie findet von 9:00 bis voraussichtlich 9:45 Uhr im Rathaus in Estenfeld, Untere Ritterstraße 6, 97230 Estenfeld statt.

Folgende Tagesordnung steht an:

1. Begrüßung
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Bericht des Vorsitzenden und Aussprache
4. Rechnungsprüfung
– Bestellung bzw. Bestätigung von zwei Rechnungsprüfern
– Prüfung der Rechnungen durch die Rechnungsprüfer
– Bericht der Rechnungsprüfer
5. Beschluss über die Annahme des Geschäftsberichts und des Rechnungsprüfungsberichts
6. Beschluss zur Entlastung des Vorstands


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Theater vom Dorf – Theater im Dorf

Begeisterten Applaus gab es für vier Theatergruppen aus dem Würzburger Norden und das Inklusionstheater Rollywood, die am 16.9. in Erbshausen-Sulzwiesen ein tolles Programm gezeigt haben. Trotz schönstem Herbstwetter wollten sich 243 Zuschauer diese Premiere nicht entgehen lassen. Der Kartenerlös ist komplett an Rollywood gespendet worden.

„Am Milchhäusle“ Kindertheater DJK Erbshausen-Sulzwiesen e.V.

„Im Wengert“ – Theatergruppe der Kolpingsfamilie Güntersleben

Musik von Rollywood e.V.

„Die Sache mit der Ewigkeit“ – Laienspielgruppe Rimpar e.V

„Strickabend“ Kindertheater DJK Erbshausen-Sulzwiesen e.V.

„Die Gerichtsverhandlung“ – Laienspielgruppe DJK Erbshausen-Sulzwiesen

Schlussapplaus und Dankeschön an alle Mitwirkende


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Denkmaltag in der Burg Grumbach

Anlässlich des deutschlandweiten Denkmaltages präsentierten Schüler aus Würzburg, Unterpleichfeld und Rimpar die Ergebnisse eines schulübergreifenden Projekts mit Vorstellung von Porträts und Belagerungsmaschinen sowie von Nachbauten mittelalterlicher Möbel. Und zwar in der Burg Grumbach, wo die Ritter des Chors Castellum Hospitalis ihr Lager aufgeschlagen hatten.

Wir haben noch die Gelegenheit genutzt, um auf die Theaterveranstaltung nächsten Sonntag hinzuweisen.


Batnight in Prosselsheim und Würzburg

Anlässlich der internationalen Fledermausnacht am Samstag, den 25. August standen gleich zwei spannende Veranstaltungen auf dem Programm:

Zuerst hielt Herr Dr. Wolfgang Otremba einen spannenden Vortag mit dem Titel: „Fledermäuse – ein Leben in Nischen“ im Rathaus Prosselsheim.

Anschließend sind wir zum neuen Fledermaus-Lehrpfad nach Würzburg gefahren, wo eine interessante Bat-Detector-Führung des Naturwissenschaftlichen Vereins Würzburg begann. Weil die Laute für den Menschen nicht wahrnehmbar sind, wandelt der Bat-Detektor die hochfrequenten Rufe der Fledermäuse in hörbare Laute um.


Feldexkursion „Dem Feldhamster auf der Spur“

Unter dem Motto „Dem Feldhamster auf der Spur“ unternahmen mehr als 25 Teilnehmer am 4. August eine spannende Feldexkursion bei Bergtheim. An drei unterschiedlichen Äckern konnten der Landwirt Roland Sauer und Christiane Brandt vom Landschaftspflegeverband zeigen, wie der Feldhamster durch naturschonende Landwirtschaft geschützt werden kann und wie spezielle Agrarumweltprogramme (Feldhamsterhilfprogramm und produktionsintegrierte Maßnahmen) in der Praxis funktionieren.

Die Exkursion bildete zugleich die Abschlussveranstaltung für die „UrEinwohner-Kampagne“ 2017/2018, die dafür wirbt, den Feldhamster in der Heimat zu erhalten.


Vom Korn zum Brot

Echtes, traditionell hergestelltes Brot liegt wieder im Trend. Doch hätten Sie gewusst, dass eines der bedeutendsten Bäckereimuseen Deutschlands in Rimpar steht? Am Samstag, den 7. Juli hat uns Edwin Hamberger fachkundig eine historische Backstube, einen Bäckerladen um 1900 und wertvolle Exponate zur Zunftgeschichte gezeigt. Zum ersten Mal gab es im Museum auch selbstgebackenes Brot zu verkosten.


EIP-Agri-Projekt wird jetzt konkret – Beteiligung noch bis 6. Juli möglich

Auf reges Interesse stieß die Informationsveranstaltung zur Vorbereitung des EIP-Agri-Projektes am 27. Mai im Bürgersaal Untereisenheim. 15 Landwirten und weiteren Teilnehmern konnte Dr. Wolfgang Patzwahl nun nach dem vorherigen Treffen Anfang Juni genauere Ausführungen über das mögliche Innovationsprojekt geben, das bis Ende Juli zur Förderung von Europäischen Innovationspartnerschaften beim Bayerischen Landwirtschaftsministerium eingereicht werden soll. Dabei soll es darum gehen, auf ausgewählten Versuchsfeldern kulturspezifische Bodenproben- und messungen durchzuführen, um dann den Landwirten mit Hilfe von digitalen Wetterdaten eine dynamische und angepasste Steuerung der Bewässerung möglich zu machen.

Konkret soll dafür eine App genutzt und weiterentwickelt werden, die von der Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern (ALB) entwickelt wurde. Die ALB will daher auch die Rolle des Leadpartners und die Kontoführung für das Forschungsprojekt übernehmen. Ein Jurist arbeitet zur Zeit die notwendige Kooperationsvereinbarung aus, die dann die Grundlage für die noch zu gründende sogenannte „Operationelle Gruppe“ bildet. Von Seiten der Hochschulen sind das Biomasse-Institut und das Institut für Gartenbau über Kooperationen eingebunden und Dr. Patzwahl  will das Vorhaben mit seinem Büro für Technik und Management im Wein- und Gartenbau im Hinblick auf die Ressourcen Wasser und Boden wissenschaftlich begleiten. Neben einem Gemüsebauer und einem Weinbauverein aus dem Würzburger Norden will auch ein Landwirt aus dem Aischgrund mitmachen, der Meerrettich anbaut.

Da die Projektkosten von den Beteiligten vorfinanziert werden müssen, wurde bei der Budgetplanung bewusst auf ein üppiges Maßdesign verzichtet, damit das Projekt finanzierbar bleibt, führte Dr. Patzwahl weiter aus. Die Messungen und Bodenproben können beispielsweise auf vorhandenen Karotten-Feldern oder Weinbauflächen durchgeführt werden, die dann als Versuchfelder für das Innovationsprojekt dienen. Speziell für den Gemüseanbau wird zusätzlich noch ein Düsenwagen mit Schleppschlauchtechnik von der Firma Beinlich eingesetzt und technisch angepasst. Beim Weinbau will Dr. Patzwahl auf die bereits etablierte Tröpfchenberegnung zurückgreifen. Als Einlage muss jeder Landwirt einen niedrigen vierstelligen Betrag leisten, der aber durch die Fördermittel am Ende der dreijährigen Laufzeit wieder zurückfließt. Insgesamt sind für die Projektkosten rund 250.000 Euro kalkuliert, wobei auch auch Arbeitskraftkosten der Betriebe und Verwaltungs- und Reisekosten enthalten sind. Details und noch offene Fragen will Dr. Patzwahl nächste Woche mit dem Landwirtschaftsministerium abstimmen. Wer sich noch als landwirtschaftliches Unternehmen oder Organisation beteiligen möchte, muss sich bis spätestens 6. Juli entweder direkt bei Dr. Patzwahl (wolfgang@patzwahl.de) oder bei Lilienbeckers melden, wurde vereinbart. Die notwendigen Unterschriften für den Förderantrag sollen am 18. Juli um 20:00 Uhr wiederum im Rathaus von Untereisenheim geleistet werden.

Herr Lilienbecker informierte noch über die Festlegung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kommunalen Allinanz in der Lenkungsgruppe einen Tag zuvor, wonach die Arbeitsgruppe „Wasser & Boden“ für den Erfahrungsaustausch weiter bestehen bleiben und das EIP-Agri-Projekt begleiten soll.