Regionalbudget zum zweiten Mal erfolgreich umgesetzt

Bürgergarten Rimpar, Foto von Nadja Kess

Bereits zum zweiten Mai ist das Regionalbudget erfolgreich im Würzburger Norden umgesetzt werden. 25 und damit drei Kleinprojekte mehr als im Vorjahr können im aktuellen Förderjahr finanziell unterstützt werden. Darunter auch ein Nachrückprojekt, das noch berücksichtigt werden konnte. Insgesamt werden alle Vorhaben zusammen einen Zuschuss von 95.756,92 Euro erhalten. 

„Mit dem Regionalbudget lässt sich in unserer Region eine Menge bewegen“, fasste der Vorsitzende, Bürgermeister Konrad Schlier zusammen und lobte das große Engagement der Projektträger. Besonders positiv fielen diesmal Kooperationen auf, bei denen Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Initiativen gemeinsam mit ihrer Gemeinde ein Projekt auf die Beine gestellt und umgesetzt haben, wie z. B. der Bürgergarten in Rimpar, die Lehr-Streuobstwiese bei der Kartause in Estenfeld, die Neugestaltung des Schindersbrunnen in Rieden oder das Jugendzentrum in Oberpleichfeld, das von den Jugendlichen in Eigenleistung wieder hergerichtet und damit nutzbar gemacht wurde. 

Den Antrag auf Auszahlung der Zuwendung zum Regionalbudget hat der Würzburger Norden bereits am 12. Oktober an das ALE Unterfranken geschickt und dort wird er zurzeit noch geprüft. Sobald das Geld eintrifft, kann es sofort an die Projektträger weitergereicht werden. 

Auch für 2022 will der Würzburger Norden das Regionalbudget wieder beantragen. Die Bekanntgabe der neuen Antragsrunde durch die Ministerin wird noch im November erwartet und die Frist, bis wann dann neue Förderanfragen beim Würzburger Norden für das Jahr 2022 eingereicht werden können, wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Die Projektförderung wird wieder bis zu 80 Prozent betragen, maximal gibt es 10.000 Euro. Und die Projekte dürfen netto nicht mehr als 20.000 Euro kosten. Schon jetzt ist es sinnvoll, neue Projekte zu planen und vorzubereiten. Projekte, in denen gut zusammengearbeitet wurde und auch Projekte, in denen Angebote für Kinder über 10 Jahren geschaffen werden, sind für 2022 besonders gerne gesehen. Anregungen dafür gibt es am Dienstag, den 04.01.2022 um 19:00 Uhr in der Alten Knabenschule in Rimpar, wenn in einer Infoveranstaltung alle bisherigen Regionalbudget-Projekte vorgestellt und Fragen zum Förderinstrument beantwortet werden. Die Einladung dazu kommt noch.

Hier eine kurze Übersicht mit den diesjährigen Kleinprojekten:

Bergtheim 1: Generationentreffpunkte mit Ruhebänken

Um die Begegnung der Generationen in allen Ortsteilen zu ermöglichen, wurden fünf seniorengerechte Bänke aufgestellt und das Umfeld der Bänke als Verweilorte gestaltet.

Bergtheim 2: Entwicklungskonzept „Sport und Spiel für Jung und Alt“

Ein Fachbüro hat für das Sport- und Spielgelände ein Konzept erarbeitet, wie das Gelände unter Einbeziehung des regionalen Angebotes weiterentwickelt werden kann.

Eisenheim 1: Aufbau einer Dartabteilung im ASV Untereisenheim

Mit der Dartabteilung wurde ein interessantes neues Angebot im Allgemeinen Sportverein Untereisenheim geschaffen. Das stärkt die Zukunftsfähigkeit des Vereins und hilft, das Vereinsheim besser auszulasten.

Estenfeld 1: Panoramaschaukeln

An zwei exponierten Stellen wurden große Panoramaschaukeln aufstellt, die nun einen wunderbaren Blick auf Estenfeld und die umgebende Landschaft bieten und zum Wandern einladen.

Estenfeld 2: Trimm-dich-Schilder

In Estenfeld ist ein neuer Trimm-dich-Pfad entstanden. Dafür wurden zehn Trimm-dich-Tafeln aufgestellt, die zu Bewegung und Sport animieren.

Estenfeld 4: Lehr-Streuobstwiese

Auf dem Streuobstgelände der Kartause ist eine Lehr-Obstbaumanlage entstanden, die aus alten regionalen Obstbaumarten besteht. Bei dem Gemeinschaftsprojekt haben die Lokale Agenda 21, der Freundeskreis der Kartause und der Obst- und Gartenbauverein mitgewirkt.

Güntersleben 1: Digitales Geschichtenportal „Güntersleben historisch“

Mit dem innovativen Digitalprojekt hat der Ortschronist eine interessante Webseite eingerichtet, auf der fortlaufend Beiträge zu Ortsgeschichte sowie neue Erkenntnisse veröffentlicht werden, die sich aus der Auswertung der örtlichen Archive ergeben. www.guentersleben-historisch.de

Hausen 1: Sanierung Kruzifix in Erbshausen

Das Kruzifix vor dem Kindergarten wurde professionell gereinigt und wieder hergerichtet.

Hausen 2: Neugestaltung Schindersbrunnen in Rieden 

Das „Schindersbrünnle“ ist ein beliebtes Plätzchen in der Gemeinde Hausen. Gemeinsam mit dem CSU-Ortsverband sind die Quelle, der Bachlauf, die Feuerstelle, einige Firstziegel an der Wanderschutzhütte und der Schaukasten erneuert worden.

Kürnach 1: Zwei Einbauschränke für die Aufbewahrung von Trachten

Der Verein Kürnacher Geschichte(n) hat zwei Einbauschränke anfertigen lassen. Damit können die wertvollen Trachten sachgerecht aufbewahrt und erhalten und auch jederzeit der Bevölkerung gezeigt werden.

Oberpleichfeld 1: Bücherei Oberpleichfeld – fit für Lesezwerge

Um die Büchereiräume und das Medienangebot für Kinder zwischen drei bis sechs Jahren attraktiver zu machen, sind kindgerechtes Mobiliar und Ausleihmedien wie „Tonies“ mit Aufbewahrungsboxen angeschafft worden.

Oberpleichfeld 2: Jugendzentrum Oberpleichfeld

Eine Initiative junger Leute hat das Jugendzentrum der Gemeinde in Eigenleistung hergerichtet und damit wieder nutzbar gemacht. Nur das Material und die Elektroarbeiten wurden gefördert.

Oberpleichfeld 3: Vitrine historische Feuerwehruniform

Um die historische Uniform der Feuerwehr fachgerecht aufzubewahren und auch jederzeit zeigen zu können, wurde eine Vitrine angeschafft und im Rathaus aufgestellt.

Prosselsheim 1: Nestschaukel TSV Prosselsheim

Um den Sportplatz aufzuwerten und für alle Kinder im Dorf ein Angebot zu schaffen, hat der Sportverein eine Nestschaukel angeschafft und in Eigenleistung aufgestellt. 

Rimpar 1 und 2: Publikationen „Schloss zu Rimpar“ und „Spuren vergangener Jahrtausende – Zur Vorgeschichte von Rimpar, Gramschatz und Maidbronn“

Der Freundeskreis Schloss Grumbach hat zwei neue Publikationen zur Geschichte des Schlosses und zur Frühgeschichte herausgegeben. 

Rimpar 3: Bürgergarten

Viele Bürger/innen und Vereine haben einen Garten als „grüne Oase“ angelegt, den alle nutzen können. Mit Eingangsportal, Hochbeeten, einer Sitzgruppe sowie Naschsträuchern und Obstbäumen. Auch ein alter Bauwagen wurde wieder nutzbar gemacht.

Rimpar 4: Musikinstrumente zur Nachwuchsförderung

Die Musikkapelle Rimpar hat ein Set aus vier Pauken angeschafft, um das Schlagwerk insbesondere für die Nachwuchsarbeit sicher zu stellen.

Unterpleichfeld 1: Neugestaltung Spielplatz des TSV Unterpleichfeld

Der Spielplatz beim Sportplatz war in die Jahre gekommen und musste dringend erneuert werden. Mit viel Eigenleistung wurde die Anlage nun mit neuen Spielgeräten neu gestaltet.

Unterpleichfeld 2: Lichtsteueranlage für die Theaterbühne Burggrumbach

Die Theatergruppe hatte keine Lichtsteueranlage, um die theaterüblichen Lichteffekte zu erzeugen und das Theater weiterhin attraktiv zu halten.

Unterpleichfeld 3: Bewässerung Pflanzprojekt Burganlage Burggrumbach

In einer Gemeinschaftsaktion  wurde der historische Burggarten wieder angelegt. Notwendig dafür war die Installation von Wasserbehältern, mit denen das Regenwasser aufgefangen und gespeichert wird.

Unterpleichfeld 4: Rollywood on the Wall – Technik für Fassadenkino

Rollywood, der Verein für kreative Inklusion hat Technik angeschafft, damit draußen Filmvorführungen stattfinden können, z. B. bei Seniorenheimen und karitativen Einrichtungen. Damit können die Menschen in Coronazeiten am kulturellen Leben teilhaben.

Unterpleichfeld 5: Teilsanierung Kreuzwegstation

Eine Kreuzwegstation an der Hauptstraße drohte abzustürzen. Diese wurde gesichert und stabilisiert.

WüNo 1: Vorbereitung Zweckverband für die Betriebsführung der kommunalen Wasserversorgung

Für die gemeinschaftliche Vorgehensweise und die Vorbereitung der Gründung des Zweckverbandes zur technischen Betriebsführung im Bereich der kommunalen Trinkwasserversorgung wurde eine Machbarkeitsstudie durch ein Fachbüro erarbeitet. 

WüNo 2: Interaktive Müllquiztafeln gegen Littering

Um zum Thema Littering zu sensibilisieren, wurden Müllquiztafeln konzipiert und in fünf Gemeinden aufgestellt. Die Tafeln sind als Müllquiz mit Drehscheibe gestaltet und zeigen auf, wie lange weggeworfener Müll braucht, um zu verrotten.