Allianz Würzburger Norden e.V.

Alle Infos zur interkommunalen Zusammenarbeit von Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld

Erfolgsmodell: Ein Jahr „Allianz Würzburger Norden“ e.V. im Würzburger Norden

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Im Würzburger Norden klappt die Zusammenarbeit der zehn Gemeinden und die Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) hat sich als ein wichtiges Instrument erwiesen, um den nördlichen Teil des Landkreises entscheidend voran zu bringen. Dieses positive Fazit konnte beim einjährigen Jubiläum des Allianz-Vereins am 8. November im Sportlerheim von Oberpleichfeld klar gezogen werden. Und es zählt besonders, weil die beteiligten Kommunen doch sehr unterschiedlich sind und manch einer der 50 Teilnehmer ganz am Anfang noch skeptisch war, ob die im Jahr 2015 begonnene Unternehmung tatsächlich erfolgreich ausgehen wird, wie Otto Waldmann und sein Kollege Richard Öchsner vom Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken unumwunden zugaben.
 
Als Grund, warum es im Würzburger Norden vielleicht „besser als woanders klappt“, ist die Umsetzungsorientierung anzuführen, die seit 1. Mai durch das Umsetzungsmanagement über das Büro Lilienbecker offiziell unterstützt wird. Der aktuelle Rundbrief informiert über den Umsetzungsstand mittels Umsetzungsbarometer und über die regionalen Schwerpunkte mit dem Pilotprojekt „Initiative Grundwasserschutz“ und der „Mehr-als-Kraut-Rüben-Tour“, für die noch gerade der Förderbescheid von LEADER erwartet wird. Lob gab es auch für das gemeinsame Veranstaltungsprogramm für das Landesgartenschaujahr 2018.
Die Zuhörer zeigten sich aber auch von der dynamischen Entwicklung der einzelnen Gemeinden positiv überrascht, die von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern anhand ihrer kommunalen Projekte aufgezeigt wurde: In Bergtheim ist der neue Mehrzweckraum entstanden, der auch schon fleißig für ILE-Treffen genutzt wurde, und die Vorbereitungen laufen für den Bau einer Senioreneinrichtung. Vorzeigeprojekt dafür ist die Tagespflege in Eisenheim, 2018 soll dort dann auch der Dorfladen in Angriff genommen werden. In Estenfeld und Güntersleben stehen in den Ortskernen größere Straßensanierungen und jeweils Platzgestaltungen an, in Estenfeld zusätzlich der Bürgerpark in der Kartause und in Güntersleben die Fertigstellung der Rathaussanierung. In Kürnach und Rimpar wird die städtebauliche Entwicklung über die Sanierung und Reaktivierung alter Gebäude weitergeführt, zudem entsteht im Rimpar noch ein Nahwärmenetz. Nächstes Jahr will Hausen über die Zukunft des Rathausgebäudes entscheiden, den Kindergarten durch einen neuen Standort erweitern und die „Zukunftswerkstatt Hausen 2030“ entwickelt Ideen für die Dorfentwicklung im Bereich des Dorfplatzes. In Prosselsheim steht die Dorfentwicklung in Zusammenhang mit der Ortsumgehung, die sich kurz vor der Planfeststellung befindet. Außerdem soll ein Seniorencafé mit Betreuung im erweiterten Kindergarten entstehen. Für Alt und Jung  schwebt Oberpleichfeld ein Mehrgenerationenhaus an der Stelle des alten Lagerhauses vor. Sehr weit ist man schon mit Projekt „Kreuzung“ in Bezug auf die Verhandlungen mit dem Landkreis und dem Ankauf von Gebäuden und Grundstücken, um den Straßenraum zu vergrößern. Für 2018 wird in Unterpleichfeld mit der Fertigstellung des Dorfplatzes mit Kindergarten- und FW-Gebäude-Neubau gerechnet, noch nicht geklärt ist jedoch die Betreuungsmöglichkeit für die Senioren – der bestehende Kindergarten ist weiterhin im Einsatz.
Zudem wurde als Gewinn für die Region der regelmäßige Austausch der Bürgermeister untereinander identifiziert. Denn jeden Monat treffen sich die Bürgermeister in der Lenkungsgruppe, koordinieren die Projekte und loten die Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit aus. Aber auch unterschiedliche Meinungen gehören dazu, wie zum Beispiel beim kontroversen Thema um die Mittelschule, wurde erläutert. Ein Thema des nächsten Treffens werden die Ergebnisse der Evaluierung sein, die Ulrike Lilienbecker per Fragebogen von den Teilnehmern während der Veranstaltung erhoben hat. Als kleines Dankeschön für das Mitmachen soll eine Dauerkarte für die Landesgartenschau verlost werden. Besonderer Dank galt zum Schluß Bürgermeister Konrad Schlier, der als Vorsitzender mit seiner Verwaltung die fördertechnische Abwicklung der ILE stemmt.

Autor: Jens Lilienbecker

Was? Wie? Warum? Bei unserem Büro für Geographie und Kommunikation beschäftige ich mich mit gesellschaftlichen Trends und zeige auf Zukunft der Region Chancen und Potentiale für Regionen und Gemeinden im ländlichen Raum.

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