Allianz Würzburger Norden e.V.

Alle Infos zur interkommunalen Zusammenarbeit von Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld

Gute Bürgerbeteiligung, Zusammenhalt und gemeinsame Zukunftsthemen – Abschlussveranstaltung bilanziert die ILEK-Erarbeitung im Würzburger Norden

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Unter dem Motto „Mehr als Kraut und Rüben“ haben die zehn Gemeinden Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld in nur neun Monaten das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) „Würzburger Norden“ erarbeitet. Bei der lockeren Abschlussveranstaltung am 10. Juni im Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald wurde von den knapp 80 Teilnehmern der gewachsene enge Zusammenhalt in den Vordergrund gestellt, der von den drei Bürgermeisterinnen und sieben Bürgermeistern als große Bereicherung für ihre kommunalpolitische Arbeit empfunden wird. Seit April 2015 wirken sie in einer Kommunalen Allianz zusammen und haben sich durch monatliche Arbeitstreffen ausgetauscht und auch die Konzepterarbeitung zügig vorangebracht.

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Ausdrücklich lobte das Landrat Eberhard Nuß, weil „solche Verbünde den Landkreis zukunftsfähig machen und helfen, das Leben auf dem Land lebenswert zu gestalten.“ Der Würzburger Norden bildet den fünften interkommunalen Zusammenschluss im Landkreis, wo das ILE-Instrument fast flächendeckend eingesetzt wird. „Es wurde hier viel erreicht, weil die Verantwortlichen aufeinander zugegangen sind,“ schloss sich der Landtagsabgeordnete und Kürnacher Gemeinderat Manfred Ländner der Einschätzung an. Zum Schluss der Veranstaltung wurde das eingegangene Bündnis noch einmal symbolisch durch die Gemeindeoberhäupter bekräftigt, die ihre Gemarkungen in Form von großformatigen Puzzleteilen mit Pinnen zur gemeinsamen Gebietskarte des Würzburger Nordens zusammenfügten.

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Anerkennung gab es auch für die Bürgerbeteiligung. Insgesamt 300 Bürgerinnen und Bürger haben beim ILEK-Prozess mitgemacht und ihre Ideen und Anregungen in zehn Ortsveranstaltungen, zwei Strategie- und Projektworkshops und acht Treffen thematischer Arbeits- und Projektgruppen eingebracht. Trotz unterschiedlicher Größe und Struktur der eher ländlich geprägten und der Vorstadtgemeinden sowie anfänglicher Skepsis gegenüber dem Vorhaben konnten im Laufe des ILEK-Prozesses „gemeinsame Themen und regionale Leuchtturmprojekte angegangen werden, die am Anfang niemand für möglich gehalten hat“, worauf der Bürgermeister von Bergtheim und ILE-Sprecher Konrad Schlier hinwies. Als Beispiele nannte er die zukünftige Entwicklung eines gemeinsamen Mittelschulstandortes und die pilothafte Lösung der Grundwasserproblematik, die keine Gemeinde alleine bewältigen könne.

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Zufrieden mit dem „sehr guten Ergebnis“ zeigte sich der Leitende Baudirektor Otto Waldmann vom Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken. Er ist sich sicher, dass „nun einiges bewegt werden kann“. Präzisiert wurde diese Aussage von der Moderatorin Ulrike Lilienbecker, die nach der Vorstellung der 31 regionalen Projekte die Messlatte hoch anlegte und die Realisierung von 70 Prozent der Projekte in fünf Jahren als „sportliches, aber durchaus machbares Ziel“ ankündigte. Neben den regionalen Projekten, die für alle oder mehrere Gemeinden Bedeutung haben, wird das ILEK auch kommunale Maßnahmen enthalten, die jede Mitgliedsgemeinde zu den übergeordneten Handlungsfeldern „Demographischer Wandel, Innenentwicklung und Mobilität“, „Nachhaltigkeit und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“, „Standortentwicklung, Verkehr, Wirtschaft und Bildung“ und „Freizeit, Kultur, Heimat/Tradition“ eingebracht hat. Als nächster Schritt steht nun an, dass sich die Gemeinderäte mit dem vorläufigen Endbericht beschäftigen und im Juli dann die notwendigen Beschlüsse fassen, damit das IEK von der Ländlichen Entwicklung anerkannt werden kann, informierte Herr Schlier und gab den Ausblick: „In der Fortsetzung ist die Gründung eines Vereins Würzburger Norden geplant, wenn alle Gemeinden einverstanden sind.“

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Autor: Jens Lilienbecker

Was? Wie? Warum? Bei unserem Büro für Geographie und Kommunikation beschäftige ich mich mit gesellschaftlichen Trends und zeige auf Zukunft der Region Chancen und Potentiale für Regionen und Gemeinden im ländlichen Raum.

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