Allianz Würzburger Norden e.V.

Alle Infos zur interkommunalen Zusammenarbeit von Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld


Hinterlasse einen Kommentar

Neues kurz vor Jahresschluss

Im November ist noch einiges passiert, über das wir Sie noch kurz informieren möchten, bevor das Jahr bald zu Ende geht.

LEADER-Förderbescheid eingetroffen

Jetzt können wir mit der Mehr-als-Kraut-und-Rüben-Tour endlich loslegen: Ende November ist der Förderbescheid von LEADER per Post in Bergtheim eingetroffen. Richtig los geht es dann im Januar, da die Terminkalender vor Weihnachten bei allen schon voll sind. Wir freuen uns schon sehr, dieses Projekt mit Ihnen umzusetzen. Wir werden zwar nicht zum Start der Landesgartenschau im April fertig sein können, aber vom 4. bis zum 16. Juni ist der Würzburger Norden zu Gast auf dem Stand von Stadt und Landkreis. Und da wollen wir den Startschuss für die Tour geben. Ansonsten haben wir ja auch noch unser Veranstaltungsprogramm, das schöne neue und bewährte Veranstaltung enthält und wo von Mitte April bis Anfang Oktober an jedem Wochenende etwas los sein wird.

Jahreskarte für Landesgartenschau verlost

Wie bei der öffentlichen Mitgliederversammlung am 8. November in Oberpleichfeld versprochen, ist eine Jahreskarte für die Landesgartenschau unter den denjenigen Gemeinderäten und Bürgern verlost worden, die den Fragebogen zur Evaluierung ausgefüllt haben. Als Gewinner wurde nun bei der letzten Sitzung der Lenkungsgruppe am 29. November in Untereisenheim Chris Grötzner aus Güntersleben gezogen. Wir gratulieren herzlich!

Interkommunale Gemeinderatssitzung am 21. März 2018

Für Mittwoch, den 21. März 2018 ist eine sogenannte „interkommunale Gemeinderatssitzung“ geplant, also eine gemeinsame Sitzung aller Gemeinderätinnen und Gemeinderäte im Würzburger Norden. Auch in anderen ILE-Regionen hat so etwas schon stattgefunden, um einen Überblick über den gesamten Prozess zu geben und Projekte vorzustellen. Auf der Sitzung im Würzburger Norden wollen die zehn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister speziell über das Thema Grundwasserschutz informieren. Die gemeinsame Gemeinderatssitzung ist öffentlich.

Besprechung Grundwasserschutz beim Umweltministerium

Am 17. November sind sechs Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zum Umweltministerium nach München gefahren, um dem Referat Wasserwirtschaft das Anliegen der Region im Bereich Grundwasserschutz näher zu bringen. Mit dabei waren auch MdL Manfred Ländner und vom Wasserwirtschaftsamt Dr. Walter und Horst Herrmann. Das ganzheitliche Vorgehen der Kommunen bzw. der Kommunalen Allianz wurde ausdrücklich gelobt und das Ministerium will die Region fachlich unterstützen.

Von der Region sehr begrüßt wurde, dass der Freistaat ein Grundwassermodell erstellen lassen möchte. Um so ein Modell zu erarbeiten, braucht es viele Untersuchungen im Untergrund und Zeit. Aber es ist notwendig, damit man weiß, wie sich die geologische Struktur, die Mechanismen der Grundwasserneubildung, die tatsächliche oder gar zukünftige Grundwasserneubildung darstellen.

Die Nachricht, dass die Antragsfrist für eine Pilotstudie auf Ende 2018 verlegt wurde, wurde von den Bürgermeistern ebenfalls positiv aufgenommen.

Es gibt aber noch eine ganze Reihe offener Fragen u.a. auch an das Landwirtschaftsministerium. Daher ist vereinbart worden, dass ein zweiter Besprechungstermin auf Referatsleiterebene mit den Vertretern der Allianz Würzburger Norden, MdL Ländner, Umwelt- und Landwirtschaftsministerium und der Obersten Landesplanungsbehörde in München stattfinden soll.


Hinterlasse einen Kommentar

Erfolgsmodell: Ein Jahr „Allianz Würzburger Norden“ e.V. im Würzburger Norden

Im Würzburger Norden klappt die Zusammenarbeit der zehn Gemeinden und die Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) hat sich als ein wichtiges Instrument erwiesen, um den nördlichen Teil des Landkreises entscheidend voran zu bringen. Dieses positive Fazit konnte beim einjährigen Jubiläum des Allianz-Vereins am 8. November im Sportlerheim von Oberpleichfeld klar gezogen werden. Und es zählt besonders, weil die beteiligten Kommunen doch sehr unterschiedlich sind und manch einer der 50 Teilnehmer ganz am Anfang noch skeptisch war, ob die im Jahr 2015 begonnene Unternehmung tatsächlich erfolgreich ausgehen wird, wie Otto Waldmann und sein Kollege Richard Öchsner vom Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken unumwunden zugaben.
 
Als Grund, warum es im Würzburger Norden vielleicht „besser als woanders klappt“, ist die Umsetzungsorientierung anzuführen, die seit 1. Mai durch das Umsetzungsmanagement über das Büro Lilienbecker offiziell unterstützt wird. Der aktuelle Rundbrief informiert über den Umsetzungsstand mittels Umsetzungsbarometer und über die regionalen Schwerpunkte mit dem Pilotprojekt „Initiative Grundwasserschutz“ und der „Mehr-als-Kraut-Rüben-Tour“, für die noch gerade der Förderbescheid von LEADER erwartet wird. Lob gab es auch für das gemeinsame Veranstaltungsprogramm für das Landesgartenschaujahr 2018.
Die Zuhörer zeigten sich aber auch von der dynamischen Entwicklung der einzelnen Gemeinden positiv überrascht, die von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern anhand ihrer kommunalen Projekte aufgezeigt wurde: In Bergtheim ist der neue Mehrzweckraum entstanden, der auch schon fleißig für ILE-Treffen genutzt wurde, und die Vorbereitungen laufen für den Bau einer Senioreneinrichtung. Vorzeigeprojekt dafür ist die Tagespflege in Eisenheim, 2018 soll dort dann auch der Dorfladen in Angriff genommen werden. In Estenfeld und Güntersleben stehen in den Ortskernen größere Straßensanierungen und jeweils Platzgestaltungen an, in Estenfeld zusätzlich der Bürgerpark in der Kartause und in Güntersleben die Fertigstellung der Rathaussanierung. In Kürnach und Rimpar wird die städtebauliche Entwicklung über die Sanierung und Reaktivierung alter Gebäude weitergeführt, zudem entsteht im Rimpar noch ein Nahwärmenetz. Nächstes Jahr will Hausen über die Zukunft des Rathausgebäudes entscheiden, den Kindergarten durch einen neuen Standort erweitern und die „Zukunftswerkstatt Hausen 2030“ entwickelt Ideen für die Dorfentwicklung im Bereich des Dorfplatzes. In Prosselsheim steht die Dorfentwicklung in Zusammenhang mit der Ortsumgehung, die sich kurz vor der Planfeststellung befindet. Außerdem soll ein Seniorencafé mit Betreuung im erweiterten Kindergarten entstehen. Für Alt und Jung  schwebt Oberpleichfeld ein Mehrgenerationenhaus an der Stelle des alten Lagerhauses vor. Sehr weit ist man schon mit Projekt „Kreuzung“ in Bezug auf die Verhandlungen mit dem Landkreis und dem Ankauf von Gebäuden und Grundstücken, um den Straßenraum zu vergrößern. Für 2018 wird in Unterpleichfeld mit der Fertigstellung des Dorfplatzes mit Kindergarten- und FW-Gebäude-Neubau gerechnet, noch nicht geklärt ist jedoch die Betreuungsmöglichkeit für die Senioren – der bestehende Kindergarten ist weiterhin im Einsatz.
Zudem wurde als Gewinn für die Region der regelmäßige Austausch der Bürgermeister untereinander identifiziert. Denn jeden Monat treffen sich die Bürgermeister in der Lenkungsgruppe, koordinieren die Projekte und loten die Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit aus. Aber auch unterschiedliche Meinungen gehören dazu, wie zum Beispiel beim kontroversen Thema um die Mittelschule, wurde erläutert. Ein Thema des nächsten Treffens werden die Ergebnisse der Evaluierung sein, die Ulrike Lilienbecker per Fragebogen von den Teilnehmern während der Veranstaltung erhoben hat. Als kleines Dankeschön für das Mitmachen soll eine Dauerkarte für die Landesgartenschau verlost werden. Besonderer Dank galt zum Schluß Bürgermeister Konrad Schlier, der als Vorsitzender mit seiner Verwaltung die fördertechnische Abwicklung der ILE stemmt.


Hinterlasse einen Kommentar

Einladung zu „Ein Jahr Allianz Würzburger Norden e.V.“

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister laden herzlich zur öffentlichen Mitgliederversammlung

am Mittwoch, den 8. November 2017 um 19:00 Uhr

im Sportlerheim Oberpleichfeld, Am Rothweg 5

ein.

Auf der Tagesordnung steht:

  • Begrüßung
  • Informationen und Austausch zum Stand der kommunalen Projekte
  • Informationen und Austausch zum Stand der regionalen Projekte
    Ausblick auf 2018
  • 20:30 bis 21:00 Uhr: Mitgliederversammlung nach Satzung

Alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen!


Hinterlasse einen Kommentar

Dank an Bürgermeister Ernst Joßberger

Nach zwölf Dienstjahren geht Bürgermeister Ernst Joßberger jetzt in Ruhestand. Bei seiner letzten Sitzung der Lenkungsgruppe der kommunalen Allianz, die am 20. September im Feuerwehrhaus von Güntersleben stattfand, haben die Bürgermeister-Kolleginnen und -Kollegen sein großes Engagement für den Würzburger Norden gewürdigt und ihm zur Erinnerung einen Korb vollgepackt mit Spezialitäten aus den neun Gemeinden überreicht: Säfte aus Unterpleichfeld, Öle aus Kürnach, Wildwürste aus Bergtheim, eine Rose aus Estenfeld, Birnenbrand aus Oberpleichfeld (auch wenn die Birnbaumallee noch keine Früchte trägt), selbst gemachte Pfeffernüsse aus Prosselsheim, Quittenspezialitäten aus Eisenheim, Weine aus Rimpar sowie Kuchen im Glas und Bier aus Hausen. Und da Herr Bürgermeister Joßberger im nächsten Jahr (hoffentlich) viel Zeit und Muse hat, hat er noch eine Dauerkarte für die Landesgartenschau bekommen.
Klara Schömig, die designierte Bürgermeisterin von Güntersleben, war ebenfalls mit dabei und wurde in der Lenkungsgruppe herzlich willkommen geheißen.


Hinterlasse einen Kommentar

Musterfeld für Karottenanbau für die Schleppschlauchtechnik und nächstes Treffen der AG Wasser & Boden am 7. November

Am 18. September trafen sich die Technikinteressierten an der Schleppschlauchtechnik im Sportlerheim in Oberpleichfeld. Gemeinsam mit Dr. Wolfang Patzwahl von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wurde überlegt, ein Musterfeld für den Karottenanbau auszuwählen, wo alte (Großregner Wagner) und neue Technik (Schleppschlauchtechnik Beinlich) gegenübergestellt und praktisch erforscht werden können. Der Biohof Konrad aus Hausen will dafür ein Feld und die alte Technik zur Verfügung stellen. Herr Dr. Patzwahl will die Firma Beinlich fragen, ob und zu welchen Bedingungen eine Beregnungsmaschine genutzt werden kann. Darüber hinaus könnte die neue Technik an weiteren Feldern ausprobiert werden und natürlich können noch weitere Landwirte mitmachen und dabei sein.
Die Finanzierung kann über das Forschungsvorhaben „Grundwasser- und bodenschonende Bewässerungs- und Wassernutzungskonzepte für ausgewählte Feldgemüse- und Dauerkulturen“ laufen, bei dem u.a. auch auf Feldgemüseflächen im Würzburger Norden Untersuchungen geplant sind. Bis Ende September wird sich entscheiden, ob die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten dafür endgütig den Projektantrag zur Genehmigung einreichen kann.
Falls das nicht klappt, soll eine Förderung über das EU-Förderprgramm EP-AGRI bis Ende Oktober beantragt werden. Die Förderbedingungen sind bei beiden Programmen bzw. Vorhaben gleich (80 % für Personal, 100% für Dienstleistungen Dritter und 60 % für Investitionen). Für das EP-AGRI-Programm muss jedoch eine „operationelle Gruppe“ als juristische Person (Verein, GbR etc.) gegründet werden. Für die Besprechung der EP-AGRI-Antragstellung wird Montag, der 2. Oktober um 19:00 Uhr beim Demeterhof Konrad schon mal ins Auge gefasst. Wir halten Sie auf dem Laufenden und laden dann kurzfristig dazu ein.
Ebenfalls wurde das nächste Treffen der Arbeitsgruppe „Wasser & Boden“ vorgeschlagen. Es soll am 7. November um 13:00 Uhr in Hausen zum Thema „Den Kapillaren auf der Spur – Die Wasserführung des Bodens“ stattfinden. Herr Dr. Patzwahl will dazu ein Kurz-Vortrag halten. Anschließend wollen wir auf dem Feld vom Demeterhof Konrad die Kapillaren suchen und Meßgeräte zur Bodenfeuchtigkeit testen.


Hinterlasse einen Kommentar

Gemeinsames Veranstaltungsprogramm für das Landesgartenschaujahr 2018 vorgestellt 

Zwei Traktoren und zehn Bürgermeister vor der historischen Amtskellerei in Prosselsheim – ein Bild, das man nicht mehr so schnell vergißt! Beim Pressetermin am 12. September diente es als guter Aufhänger. Um einerseits auf die geplante „Mehr-als-Kraut-und-Rüben-Tour“ hinzuweisen, bei der ja bekanntlich ein (!) Traktor die Hauptrolle spielen wird. Und anderseits, um das gemeinsame Veranstaltungsprogramm vorzustellen, das wir für das Landesgartenschaujahr 2018 zusammengestellt haben und das nun im Entwurf fertig ist. Von April bis Oktober 2018 wird es an jedem Wochenende einen spannenden Programmpunkt im Würzburger Norden geben. Die breite Palette reicht vom Bulldog-Treffen über eine Wildkräuterführung mit Kochkurs, eine Trachtenschau mit Kaffeekränzchen, eine Wiesenweihe-Safari, einen Waldspaziergang mit Weinprobe, eine „Saure-Gurken-Zeit“ mit Gürkchen selber ernten und einmachen, den Tag der offenen Gartentür bis hin zum Sommerabend in der Kartause.
Schauen Sie mal, was die Region so auf die Beine gestellt hat… Das Faltblatt mit allen Programmpunkten können Sie gerne hier als PDF-Dokument herunterladen. Bitte beachten Sie, das Faltblatt ist noch ein Entwurf.


Hinterlasse einen Kommentar

Der Boden als Wasserspeicher, Umfrage zum zukünftigen Wasserbedarf und Beregnung mit Schleppschläuchen vorgestellt

Zweites Treffen der Arbeitsgruppe „Wasser & Boden“
Wie der zukünftige Wasserbedarf in der Region ermittelt werden kann, warum der Boden als Wasserspeicher wichtig ist und wie eine wassersparende Beregnung mit Schleppschläuchen funktioniert, waren beim zweiten Treffen der Arbeitsgruppe „Wasser & Boden“ die Hauptpunkte.

Um bei der Frage, ob eine Wasserentnahme aus dem Main als Alternative zur Grundwassernutzung überhaupt finanzierbar ist, weiter zu kommen, wurde jetzt am 16. August in Bergtheim verabredet, eine Umfrage unter allen Landwirten im Würzburger Norden zu starten. „Wer braucht in Zukunft an welcher Stelle wieviel Wasser für die Bewässerung?“ soll nun per einfachem Fragebogen ermittelt werden. Und damit kein Landwirt aus Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld vergessen wird, wollen die Ämter für Landwirtschaft in Würzburg und Kitzingen bei der Zustellung der Umfrage helfen. Die Rückmeldung soll jedoch vertraulich an das Büro Lilienbecker erfolgen, das die zehn Gemeinden bei der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes begleitet. „Die Zahlen brauchen wir, damit ein externer Dienstleister einmal kalkulieren kann, was denn der Kubikmeter Main-Wasser überhaupt kosten würde, wenn das Wasser an einen bestimmten Knotenpunkt in der Region geliefert wird“, machte Ulrike Lilienbecker deutlich.

Zusätzlich entstehende Kosten, etwa für die dezentrale Verteilung an die Landwirte müssen dann mit eingerechnet werden und ließen sich dann über eine Genossenschaft oder einen Wasser- und Bodenverband weiter abrechnen. Das Prinzip muss sein, dass es für alle einen einheitlichen Wasserpreis gibt, egal wie weit er von der „Anlieferungsstelle“ entfernt ist. Die Umfrage soll als Vorbereitung für eine Studie verstanden werden, die über das Pilotförderprogramm „Landwirtschaftliche Bewässerung“ des Umweltministeriums laufen soll und ebenfalls den Wasserbedarf, wenn auch gründlicher, untersuchen soll, führte Frau Lilienbecker weiter aus. Der Förderantrag ist jetzt zur Prüfung beim Wasserwirtschaftsamt eingereicht worden.

Als kleinen Exkurs stelle Frau Lilienbecker die Idee vor, eine Sauerkraut-Manufaktur zu gründen, um die Potentiale aufzuzeigen, die mit dem Weißkohl als regionales Produkt und der klassischen Sauerkrautherstellung, die zur Zeit im Trend liegt (Fermentation), verbunden sind. Die Weißkohl-Köpfe könnte Lothar Wild aus Unterpleichfeld beisteuern.


Die Einführung in den praktischen Teil übernahm Dr. Wolfgang Patzwahl von der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf, der noch einmal aufzeigte, wie Böden durch eine angepasste Bewirtschaftung mehr Wasser aufnehmen können. Richtig spannend wurde es, als Martin Beinlich die Funktionsweise eines Düsenwagens anhand eines kleinen Films (nachzusehen auf der Internetseite http://www.beinlich-beregnung.de/produkte/duesenwagen/) erläuterte. Mit Schleppschläuchen gelangt dabei das Wasser ohne Windabhängigkeit direkt an die Pflanzen, wodurch 20 bis 30 Prozent weniger Wasser für die Beregnung verbraucht wird. Er ist der Inhaber der Beinlich Agrarpumpen und -maschinen GmbH, die seit über 50 Jahren Jahren weltweit Bewässerungstechnik für Pflanzenbaubetriebe zur Verfügung stellt, und war extra 300 Kilometer für das Treffen der Arbeitsgruppe angereist. In der anschließenden Diskussion wurde das Problem der Bodenverkrustung angesprochen, das bei den Böden im Würzburger Norden immer dann auftreten kann, wenn zu viel Wasser auf einmal ausgebracht wird. Beim Schleppschlauch-Einsatz können abgehängte Brausen für eine schonende Bewässerung sorgen und so die Bodenstruktur erhalten. Um jedoch gute Ergebnisse zu bekommen, sollte diese Technik gezielt an die jeweiligen Böden und die Bewirtschaftung vor Ort angepasst werden, gestand Herr Beinlich freimütig ein und bot an, eine Versuchsreihe beispielsweise für den Karottenanbau hier in der Region zu starten. Vier Landwirte bekundeten dafür Interesse und wurden zum Ausprobieren der Technik auf dem Feld notiert. Wie das Ganze dann konkret ablaufen wird, soll bei einem nächsten Treffen (Terminvorschlag 18.9. um 17:00 Uhr vor der Veranstaltung zum Niedrigwassermanagement) der interessierten Landwirte besprochen werden. Wer ebenfalls noch Interesse hat, sich an der Weiterentwicklung der Technik eventuell sogar in einem Forschungsprojekt zu beteiligen, kann sich einfach beim Büro Lilienbecker melden.


Anschließend draußen auf dem Rübenracker von Gemüsebauer Winfried Strauß konnte Dr. Patzwahl speziell auf die Unterschiede in der Bodenstruktur (Bodengefüge) in Abhängigkeit von der Korngröße und der Art der Tonminerale eingehen und die Funktion von Pilzen und Bakterien im Boden erklären. Hinweise gab es auch zur Fruchtfolge nach dem Zuckerrübenanbau, beispielsweise mit Winterweizen, um zu verhindern, dass der Boden zu lange brach liegt und der Bodenerosion ausgesetzt ist.


Hinterlasse einen Kommentar

Einladung Arbeitsgruppe „Wasser & Boden“ am 16. August 2017

um 19:00 Uhr im Mehrzweckraum Willi-Sauer-Halle in Bergtheim
Wie bei unserem Treffen in Hausen vereinbart, möchten wir Sie sehr herzlich zum nächsten Treffen der Arbeitsgruppe einladen.

Folgende Tagesordnung ist geplant:

  • Begrüßung
  • Festlegung einer Vorgehensweise, wie wir den Wasserbedarf der Zukunft ermitteln wollen
  • Dr. Wolfgang Patzwahl: Der Wasser als Bodenspeicher
  • Vorstellung neuer Bewässerungstechnik durch die Firma Beinlich
Die Kommunale Allianz hat ja eine Studie zum Thema „Bewässerung in Landwirtschaft und Weinbau“ zur Förderung eingereicht. Mit ersten Ergebnissen daraus wird nicht vor Anfang 2019 gerechnet. Da wir aber von der Allianz schon früher Zahlen brauchen, wer zu welcher Jahreszeit wo wieviel Wasser braucht, wollen wir mit Ihnen sprechen, wie wir da am schlausten vorgehen. Einen Vorschlag bringen wir mit.
Das Einladungsplakat können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen und gerne weitergeben. Danke!


Hinterlasse einen Kommentar

Weg bald frei für LEADER-Fördermittel im Würzburger Norden

Lenkungsausschuss von „Wein, Wald, Wasser“ befürwortet die geplante Mehr-als-Kraut-und-Rüben-Tour als innovatives Projekt
Wie der Gemüseanbau funktioniert, wo der Feldhamster wohnt, wie das Dorfleben damals war und was den Bürgern heute und für die Zukunft wichtig ist kann bald im Würzburger Norden von jedermann selber aufgespürt und an rund 90 Stationen in Bergtheim, Eisenheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld erlebt werden. Ein Smartphone oder Tablet genügt und schon kann die Mehr-als-Kraut-und-Rüben-Tour losgehen. Damit der richtige Weg zum gewünschten Thema gefunden wird, wird ein Traktor mit Namen „Konni“ als digitale Suchmaschine entwickelt und programmiert.
„Unser innovativer Projektansatz konnte am 25. Juli den Lenkungsausschuss der LEADER-Aktionsgruppe ‚Wein, Wald, Wasser‘ überzeugen“, freute sich Ulrike Lilienbecker, die bei der Kommunalen Allianz „Würzburger Norden“ für das Management verantwortlich ist und im Vorfeld mit den Gemeinden und engagierten Bürgern die einzelnen Stationen ausgetüftelt hat. Statt aufwendiger Informationstafeln, die Gefahr laufen, relativ schnell nicht mehr aktuell zu sein, will das Projekt die heutigen digitalen Möglichkeiten nutzen und die Besonderheiten der Dörfer und die Kulturlandschaft wieder mehr ins Bewusstsein vor allem der jungen Leute bringen, was ausdrücklich von der LEADER-Aktionsgruppe gelobt wurde. Dazu sollen die interessanten Dinge vor Ort multimedial präsentiert und jeweils mit echten Erlebnissen kombiniert werden. Für die technische Realisierung und die Produktion der Texte, Fotos und Videos kann das Projekt nun mit einem Zuschuss von 42.000 Euro aus Mitteln der EU und des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten rechnen. Viel Zeit bleibt aber nicht mehr, denn bereits im nächsten Jahr, am 12. April 2018 soll die Tour in einer ersten Aufbaustufe fertig sein, wenn die Landesgartenschau in der Stadt Würzburg ihre Tore öffnet.
Die Projektpräsentation können Sie hier als PDF-Dokument aufrufen.


Hinterlasse einen Kommentar

Für die nächste Generation überlegen und handeln

Arbeitsgruppe „Wasser & Boden“ will zukunftsweisende Bewässerungs- und Bewirtschaftungsmethoden ausprobieren

An der komplexen Wasserfrage, und wie sie in Zukunft gemeinsam von den Kommunen und den Landwirten in der Region angegangen und gelöst werden kann, bleibt der Würzburger Norden intensiv dran. Als Ergänzung zur Initiative Grundwasserschutz haben am 5. Juli über 50 Teilnehmer eine Arbeitsgruppe „Wasser & Boden“ beim Biohof Richard und Brigitte Konrad in Hausen gegründet. Mit Unterstützung von Dr. Patzwahl von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, der zur Zeit ein Forschungsvorhaben zu regionalen Wassernutzungskonzepten vorbereitet, will man zukunftsweisende Bewässerungs- und Bewirtschaftungsmethoden kennenlernen und in der praktischen Umsetzung ausprobieren, um so weniger Wasser zu verbrauchen und auch das Grundwasser langfristig zu schützen. „Alles, was wir jetzt überlegen, hat Auswirkungen auf die nächste Generation“, waren sich die Teilnehmer sicher und formulierten damit sogleich die Notwendigkeit, angesichts der Anpassungen, die durch den Klimawandel notwendig werden, jetzt „miteinander reden, voneinander lernen und gemeinsam handeln“ zu wollen.


Da die Böden der wichtigste Wasserspeicher sind und sie durch eine angepasste Bewirtschaftung mehr Wasser aufnehmen können – so lautete ja bereits eine wichtige Erkenntnis beim vorherigen Besuch der Vinaqua Genossenschaft am 29. Mai in Volkach – betrifft das Thema nicht nur die bewässerungsintensiven Sonderkulturen, sondern auch die traditionelle Landwirtschaft in der Region. Als Ansprechpartner wurden daher fünf Landwirte aus allen Bereichen (Gemüse- und Weinbau, Bio und traditionell plus Vertreter Bauernverband) festgelegt. Ebenso sind fünf Bürgermeister Mitglied und wichtige Fachbehörden wie das Wasserwirtschaftsamt, das Amt für Landwirtschaft und die Regierung von Unterfranken werden zur Unterstützung weiter mit dabei sein. Geplant ist nun, sich zu bestimmten Themen zu treffen und sich mit Hilfe der Forschung praktisch vor Ort auszutauschen. Als nächster Termin wurde der 16. August ins Auge gefast.
Als mögliche Themen wurden „Boden“ (Feld-Vortag von einem Experten), „Bestandsführung optimieren“, „Meß- und Bewässerungstechnik“ (z.B. Tröpfchenbewässerung, Schleppschläuche, teilflächenspezifische Bewässerung) und „Wasserentnahme aus dem Main“ genannt. Für letztes läuft gerade die Antragstellung für die Erstellung eines Konzeptes über das Pilotförderprogramm „Landwirtschaftliche Bewässerung“ des Umweltministeriums beim Wasserwirtschaftsamt und Ulrike Lilienbecker vom Allianzmanagement konnte darüber informieren, dass nun Preisangebote für solch ein Konzept sowie die notwendigen Erkundungsbohrung und die Pumpversuche vorliegen.
Ausführlicher wurde das Thema der Nitratbelastung des Trinkwassers diskutiert, für das in Unterfranken insgesamt eine leicht sinkende Tendenz festzustellen ist, konnte der Landwirtschaftsdirektor Peter Schwappach klarstellen. Probleme gibt es jedoch zum Beispiel in Bergtheim, wo trotz zahlreicher Bemühungen immer noch Werte gemessen werden, die an den EU-weit vorgeschriebenen Höchstwert von 50 Milligramm pro Liter heranreichen. Was aber nicht daran liegt, dass mehr Nitrat ausgebracht wurde, sondern weil es weniger regnet. Prinzipiell bietet sich zur Nitratreduzierung an, eine Zwischenfrucht anzubauen, auf eine durchgehende Begrünung zu achten oder etwa den Boden möglichst wenig umzubrechen bzw. zu bearbeiten, wurde vorgeschlagen. Weitere Ansatzpunkte wie das Anlegen von Mischkulturen in Reihen etc. sollen dann bei der Arbeitsgruppe im Detail besprochen und entwickelt werden.


Die Bewässerung an sich ist aber auch nicht unumstritten und bei einigen Teilnehmern ist das Mißtrauen groß, ob die Wasserentnahmen, die vom Wasserwirtschaftsamt genehmigt sind, kontrolliert werden. Von Vorteil war hier, solch eine Brunnenpumpe gleich einmal mit eigenen Augen anschauen zu können. Die zeigte Herr Konrad bei einen kleinen Führung über den Hof und erläutere, dass die Wasserentnahme reglementiert ist und die Wassermenge über die Wasseruhr überprüft wird. Monatlich muss der Zählerstand an das Wasserwirtschaftsamt gemeldet werden. Einmal jährlich wird durch ein Fachbüro kontrolliert, ob die gemeldeten Zahlen stimmen und die Wasserentnahme korrekt gemeldet wurde. Zusätzlich ist eine Drucksonde eingebaut, die automatisch abschaltet, falls der Grundwasserleiter überlastet wird und die Absenkung zu stark wäre.


Aufschlußreich waren seine Ausführungen über den Zusammenhang zwischen der Bewässerung und dem Absatz der Produkte. Denn die Bewässerung der Gemüsepflanzen ist bereits vom Abnehmer vertraglich gefordert, machte Herr Konrad deutlich. Für seinen Betrieb stellt die Bewässerung eine Absicherung dar, um ausreichende Mengen produzieren zu können, ein verlässlicher Partner gegenüber dem Abnehmer zu sein und einen guten Preis für die Ware zu erzielen, was vom Durchschnittsertrag abhängt. Aktuell besitzt sein Betrieb Entnahmerechte für 30.000 Kubikmeter Wasser.


Den damaligen 10-Hektar-Betrieb hat er 1985 von seinem Vater übernommen, auf mittlerweile 140 Hektar weiterentwickelt und spezialisiert. In der aktuellen Erntezeit sind 40 Saisonarbeiter beschäftigt. Neben Gewürzgurken für die Schweizer Sauerkonserven GmbH in Thüringen oder Karotten und Rhabarber für die Naturkostsafterei Voelkel in Niedersachsen werden u.a Löwenzahn, Kräuter und – man höre und staune – Brennnesseln angebaut, was anfangs bei den Hausener Bürgern für ziemlich Verwirrung sorgte.